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Wegweiser

 Das Ich, das sich als den Körper weiß,  versucht stets mit Ach, Weh, Müh und Fleiss, den selbstgemachten Sorgen zu entkommen; wie blind und benommen, verfolgt es viele Ziele, sich zu bereichern,  oder zu entwickeln. Alle Versuche den Wandel zu wandeln, im selbstbestimmten kleinen Handeln, werden nur neue Begierden wecken. Wie Zecken das Blut,  trinken sie deine Kraft,  rauben die Liebe,  den Lebenssaft.  Alles kreist,   nur um ein Individuum; doch erkennst du, ist dieser Spuk rum. Da ist keine Trennung in der Einheit. Das kleine Ich ist nur ein Trugbild,  das es zwar nie gab,  aber es verteidigt sich wild. Es bleiben Körper, Geist und Wandel, doch es gibt keinen Handel keinen der tut, keiner der ruht Einzig ein Verweilen im Weltenich Kein zweites ist da, außer in des Lebens Spiel Im Kommen, Bleiben und Gehen einzig Einheit bleibt bestehen. Du bist das Dasein unverändert im Wandel.  Du bist das Wasser in der Welle,  das Go...

Freundschaft

Die Freundschaft ist ein hohes Gut,  Es verbindet einander der Mut,     alle Schranken aufzugeben,    verwegen zu leben,      im engen Verbund,  sein lassend und unbedingt liebend,  all Erwartung davonstiebend,   bleibt nur wonniges vereint sein. Mögen Zeit und Raum auch trennen, man braucht nirgends hin zu rennen,  nimmt dich die Welt in ihre Haft,  sei deine Antwort stets Freundschaft.  Das Band ist leicht wie ein Seidentuch,  doch hielte es, die Welt aus den Angeln zu heben. Erkenne Freundschaft und ehre sie;  in ihr bist du dir näher als sonst irgendwie. Solch Bindung hält ein Leben lang,  auch mal mehrere sei nicht bang. Magst du auch noch so lange reisen,  in Freundschaft wirst du jedes Leben preisen.

Spontandichtung

 Ich steh da verhüllt, in eine Form geknüllt, ich kann die Enge nicht ertragen und will doch nicht klagen. Ich hab ja selbst erwählt, was mich hienieden quält. All die Gedanken, eherne Schranken Doch sind es wirklich meine Fesseln? Warum setz ich mich in diese Nesseln? Ich bin frei, doch versuch ich zu verstehen, beginnen Welten sich zu drehen. Ein ewiges Kreisen ein Vereisen Mein Ich das Entgleisen des Zugs der Weisen Doch fernab der Gleise ist diese Reise im Lebenszug holprig und so stolpere ich getrennt,  weil ich dem Trugbild glaubte,  das mir das Paradies raubte. Es brennt die Sehnsucht, ein hehres Feuer und verbrennt alles, was mir lieb und teuer. Ungeheuer vermeint mein kleines Ich Denn es spürt den letzten Stich. Die Begrenzungen fallen, es bleibt das Wallen zeitloser Lebenwasser allumfassend alles lassend und erfassend. Das Dasein ist einzig und All-ein. Der Liebende und der Geliebte sind derselbe.

ältere Texte

 Ich bin immer und überall. Das irdische Bewusstsein entsteht, wenn sich das kosmische Bewusstsein für die Dauer eines flüchtigen Gedankens mit einer illusionären Form identifiziert. Es bleibt unverändert auch mit Form. Alles Wahrnehmbare ist vergänglich und damit nicht dein wahres selbst. Das ist zeitlos und ohne Zweiheit oder Vereinigung. Wonne und Friede sind allzeit deine Natur. Es gibt kein zweites und nicht das eine. Grenzenlos, frei ohne Angst Zweifel. Das Leben auf Erden ist keine Veränderung des einen selbst. In sich ruhend ohne Wahrnehmungen, Erfahrungen, in allen anwesend und alle beheimatend. Ich bin die Heimat aller Dinge das alpha und das omega, aber auch ohne Anfang und Ende. Ich bin reines Bewusstsein, das Licht, das Welten erscheinen lässt. Ich bin der Ozean, alle Formen sind nur Wellen. Allein, gelassen, helfend in allem, in keiner Entfernung zu Dir. Ich bin das, ganzer Mensch und ganzer Gott. Das Leben ist schön Ich darf es genießen ich genieße es es ist schön es...

Jetzt

 Jetzt Im Hier und Jetzt nimmt das Bewusstsein alles wahr. Es wertet nicht, erwartet nicht und wird in seinem dauerhaften und zeitlosen Frieden nicht gestört. Was immer geschieht in Zeit und Raum ist vergänglich. Hänge ich mein Herz an irgendetwas, in der sich stets verändernden Welt, gebe ich den Frieden der Einheit auf und mache mein Glück abhängig von etwas Unbeständigem. Je mehr ich mich in die sinnlich erfahrbare Welt verstricke, desto mehr glaube ich an Gedanken und Ideen. Ich habe Ziele und messe meinen Erfolg an irdischen Errungenschaften. Es entstehen Muster im Glauben, Denken, Reden und Tun. Ich werde zu einer Person und glaube an die Realität einer Lüge, die ich bereit war zu glauben. Die Wahrheit ist unwandelbar und schon immer und für immer da. Sie wiederzufinden heißt sich hingeben und mit bedingungsloser Liebe, allem zu begegnen. Dem Körper, den Gedanken, allen Menschen und allem, was auftaucht. Nicht mehr anzuhaften an dem kurzen Glück irdischer Freuden, führt unmit...

Das

 Was wirklich da draußen ist, kann niemand wissen. Nur direkte Erfahrung ist möglich. Wir sind auf Hilfsmittel angewiesen, die ein Abbild entstehen lassen. Dieses Abbild lässt sich analysieren und es kann mit anderen Abbildern in Beziehung treten. Das Urbild jedoch trägt ein jeder in seinem Herzen. Werde frei von allen Abbildungen und es wird aus dem Formenspiel herausleuchten. Die Liebe erweckt alles zum Leben. Solange man nicht festhält oder versucht zu beschleunigen ist ein reibungsloser Ablauf sicher. Aber der kleinste Wunsch nach etwas anderem als dem, was ist, lässt einen Täter entstehen, der dem Trugbild seinen Stempel aufdrückt. Jede Einmischung des Ego ist eine Saat, die auch geerntet werden muss. Dualität ist der Krieg der Wünsche und Ideen, manifestiert durch die Kraft der Liebe, die alle Form bereitwillig mit Leben füllt. Erst wenn das "Ich bin" der Form nichts mehr abgewinnen kann und alles allein auf seinem Allessein beruht, ist göttlicher Friede, zeitlose grenz...

Schwingung

 Aus der selbstbewussten Leere mit unendlichen Möglichkeiten,  bilden sich auf unerklärliche Weise Schwingungen, Muster, Programme und Systeme. Alle sind letztlich leer, substanzlos und ihr Erscheinen nur eine Illusion. Der Mensch ist daher diese Leere. Solange er sich mit äußeren Merkmalen identifiziert, laufen die Programme ab. Das Gefüge scheint real und Mensch hält sich für ein denkendes, fühlendes, glaubendes, redendes und handelndes Wesen. Dabei läuft nur eine komplexe Illusion ab. Es gibt keinen, der etwas tut. Die eigene Natur ist wunschlos, regungslos und zeitlos. Der Mensch in seiner geglaubten Getrenntheit ist nur Spielball von Erinnerung und Verlangen. Er erfährt die Wirklichkeit einer Schlange, die es nie gegeben hat. Da war nur ein Seil im Dämmerlicht der Unwissenheit, das in seiner Vorstellung die Schlange ward.