Posts

Illusion

  Gott unterscheidet nicht, da er allein ist. Wenn du nun in mein und nicht mein trennst, was zeitlos nur eins ist, erschafft du, was nicht da ist, dir wohl aber so zu sein scheint. Es ist deine Realität der Trennung, der Entzweiung des einen, das von nichts weiß als sich selbst. Wenn du durch das Bekräftigen des “nicht mein” das alte “mein” von Erscheinungen nach und nach lässt, wird die Trennung als Traum entlarvt. Wenn dann gar kein “mein” mehr bleibt, verschwindet auch das “nicht mein”, es bleibt nur das, was ist.

Abgeschiedenheit

 Ein Wort bei Eckhart ist die Abgeschiedenheit, in der nur Gott allein Platz hat. Wenn Mensch sich gelassen hat, ist in dieser Abgeschiedenheit Gott allein. Kein Geschaffenes hat mehr Platz, da in allem nur Gott erkannt wird. In der Liebe erkennen wir in allem den Namen Gottes, in der Abgeschiedenheit ist Gott selbst All-ein. Daher ist es auf dem Weg zur Abgeschiedenheit, der im göttlichen Gedanken von Raum und Zeit erscheint, möglich den Fortschritt daran zu messen, wieviel Veränderung noch geschieht. Wo du noch Wandel siehst, hast du noch nicht genug gelassen. Erst wenn das, was ist, All-ein ist, bist du abgeschieden und siehst mit dem Herzen nur die Essenz. Das heißt nicht, dass sich Welt, Form oder Person dadurch ändern. Alles geht weiter seinen vorbestimmten Gang. Doch in der Abgeschiedenheit ist Glückseligkeit. Wer wird noch nach dem Mondlicht (irdischen Freuden) heischen, wenn die Sonne (Christus) scheint. In der Abgeschiedenheit ist Wonne und Frieden und leuch...

Gelassenheit

  Zur Gelassenheit Es gibt drei Möglichkeiten, mit den Dingen umzugehen, wenn man sie denn als Dinge erkennt. Man kann sie annehmen, abstoßen oder zerstören. Nimmt man sie an entsteht Anhaftung und man versucht anzuziehen, was einem gefällt. Stößt man sie ab erwächst Ablehnung und man vermeidet das Ding. Ist das Ding unerträglich entsteht Hass und man wird es zerstören. Was es auch sei, du selbst legst damit etwas in das Ding und schaffst eine Beziehung. Nur im Lassen der Dinge ist keine Beziehung, der Gelassene sucht nicht Freude durch die An- oder Abwesenheit von Dingen zu erlangen. Der gelassene Mensch ist frei, da er weder begehrt noch abweist. Er west in seiner eigenen Natur, ist alles und auch nichts, kennt weder Angst und Sorge noch Mitgefühl und Zuneigung. Er ist frei und allezeit gesegnet. Er kann nur verstanden werden, wenn man sich selbst lässt. Denn dann sind alle Dinge gelassen, so auch der Körper, das Ego und die Person. Nichts steht mehr für etwas, all...

Frieden finden

  Friede und Glückseligkeit oder Begierde mit Freude und Leid. Das ist die Wahl, die jeder Mensch hat. Die breite Masse ist in ihrer Begierde gefangen. Sie sucht das Heil in der Welt. Wollen wir nicht alle dauerhaft glücklich und frei sein? Aber was man hienieden auch hat, es ist nicht von Dauer. Es freut uns, etwas zu erlangen, aber dann kommt schon die Angst es zu verlieren und geschieht es, die Trauer, dass es nicht mehr da ist. In der Welt sind Freud und Leid die eine Seite der Medaille der Lebens die andere ist der eine Zeuge, das Licht des Bewusstseins, das allem zu relativem Sein verhilft. Nur wenn du erkennst, dass du die Medaille bist, überwindest du den letzten Gegensatz von Subjekt und Objekt. Der Weg, der nur selten begangen wird, führt nach innen. Es gilt dem Leben mit Gleichmut zu begegnen, du als Person strebst in der Welt, nichts mehr zu vollbringen, nur danach, die andere Seite der Medaille aufzusuchen. Auf dem Weg schwindest du dahin. Alles muss rau...

Essenz

  Ich möchte den Kern auf wenige Bilder herunterbrechen. Es kann dir dämmern, was damit gemeint ist, wenn du sie im Herzen trägst. Nennen wir das, was ist, Gott. Nun befreie dich von allem, was du über Gott denkst, vergiss alle Umschreibung und die Begriffe oder Eigenschaften, die du ihm andichtest. Lass Gott die Leere sein, die er ist. Da ist also nur Gott. Stellen wir ihn uns als einen Klumpen lauteren Goldes vor. Aus ihm werden die unterschiedlichsten Schmuckstücke hergestellt, die irgendwann wieder eingeschmolzen werden. Was bleibt von dem Schmuckstück, liesse man das Gold weg? Nennen wir Gott einen Ozean mit Wellen, die aufsteigen, verweilen und versinken. Was ist noch von der Welle ohne Wasser? Nennen wir Gott ein Seil. In der Dämmerung erscheint es dem Betrachter als Schlange. Im Schein des Lichts, wo ist da die Schlange? Gott ist eine Wüste, in der eine Fata Morgana gesichtet wird. Lohnt es sich, nach dem Wasser zu suchen? Wir sind das Gold, der Ozean, das Sei...

Der Weg

Herr hilf,  ich kann dich nicht erkennen.  Herr hilf,  ich kann dich nicht benennen,  Herr hilf,  deine Wege sind nicht die meinen,  Herr hilf,  hab Erbarmen mit den Deinen,  Herr hilf,  wo ich mit Taubheit geschlagen,  Herr hilf,  wie soll ich meine Blindheit ertragen,  Herr hilf,  wenn mich der Mut verlässt,  Herr hilf, wenn mich mein Schatten stresst. Herr hilf,  wenn Finsternis mich umfängt,  Herr hilf,  wenn Eigenwille zur Handlung drängt,  Herr hilf,  wenn ich sterbe vor Durst,  Herr hilf,  wenn mir alles Wurst,  Herr hilf  wenn ich ich mich verirre,  Herr hilf,  dass der Teufel mich nicht verwirre,  Herr hilf,  dass Liebe nur waltet,  Herr hilf,  dass Weisheit gestaltet,  Herr hilf,  wenn ich leide,  Herr hilf,  dass ich das eigene meide,  Herr hilf,  dass werde offenbar, was den Heiligen und Weisen allzeit ...

ältere Texte 2

 Was ich mal so geschrieben habe, nur zusammenkopiert und noch nicht wirklich Korrektur gelesen Das Trugbild im Trugbild. Entlarvt man es, verschwinden Subjekt und Objekt, Zeitloses Bewusstsein ist all-ein. Liebe durchdringt all Gut und Böse gleichermaßen. Leid regt zu Umkehr und Buße an. Jeder ist seines Glückes Schmied. Aber nur wer Gott den Hammer führen lässt, erfährt seine Gottkindnatur und die Einheit mit Vater und Geist. Erfahrend eigene Nichtigkeit, verschwindet die Person; nichts ist von Wichtigkeit, Frieden und Wonne der Lohn. Was du wahrnimmst, kannst du nicht sein, da es kommt, verweilt und geht wie Brahma Vishnu und Shiva es für richtig erachten. Doch du bist das, was selbst Götter kommen und gehen sähe, gäbe es ein zweites. Ich war nie getrennt ich habe nie gepennt hab nie unterschieden, nie was gemieden oder geglaubt, aber erlaubt dass der Teufel, meine Kinder verführe er bleibt ein Teil von jener Macht, die mit bösem Sinn doch Gutes macht damit der Mensch spüre, es ...